Barrierefreiheitserklärung prüfen: Häufige Fehler vermeiden

Warum Du Deine Barrierefreiheitserklärung regelmäßig prüfen solltest: typische Fehler bei Konformitätsstatus, nicht barrierefreien Inhalten und Feedback-Mechanismus vermeiden, rechtliche Anforderungen (BITV/WCAG/BFSG) erfüllen und Vertrauen schaffen.

Inhalt

Warum es wichtig ist, die Barrierefreiheitserklärung regelmäßig zu prüfenHäufige Fehler bei der BarrierefreiheitserklärungInhaltliche Prüfung: Passt der Text wirklich zur Website?Formale und rechtliche Aspekte nicht vergessenWann Du besonders genau prüfen solltestFazit: Prüfung schafft Sicherheit und Vertrauen

Barrierefreiheitserklärung prüfen ist ein wichtiger Schritt, wenn Du sicherstellen willst, dass Deine Website nicht nur formal barrierefrei wirkt, sondern auch rechtlich und inhaltlich korrekt aufgestellt ist. Viele Erklärungen sind zwar vorhanden, erfüllen aber bei genauerem Hinsehen nicht die Anforderungen aus BITV, WCAG oder dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Genau hier entstehen unnötige Risiken.

Eine Barrierefreiheitserklärung ist kein statischer Text. Sie muss zur Website passen, aktuell sein und ehrlich widerspiegeln, wie barrierefrei das Angebot wirklich ist. Wird sie ungeprüft übernommen oder jahrelang nicht angepasst, schleichen sich typische Fehler ein.

Warum es wichtig ist, die Barrierefreiheitserklärung regelmäßig zu prüfen

Die Barrierefreiheitserklärung ist ein zentrales Transparenzinstrument. Nutzer:innen sollen nachvollziehen können, wie zugänglich Deine Website ist, wo es noch Einschränkungen gibt und an wen sie sich bei Problemen wenden können. Wenn diese Angaben unvollständig oder veraltet sind, verliert die Erklärung ihre Funktion.

Auch aus rechtlicher Sicht ist die Prüfung entscheidend. Eine fehlerhafte oder widersprüchliche Erklärung kann bei Beschwerden oder Prüfungen problematischer sein als gar keine, weil sie falsche Aussagen über den Konformitätsstatus enthält.

Häufige Fehler bei der Barrierefreiheitserklärung

Ein sehr häufiger Fehler ist ein unklarer oder falscher Konformitätsstatus. Oft wird pauschal angegeben, dass die Website vollständig barrierefrei sei, obwohl bekannte Mängel existieren. Das widerspricht den Anforderungen an Transparenz und kann im Zweifel als irreführend gewertet werden.

Ebenso problematisch sind fehlende oder ungenaue Angaben zu nicht barrierefreien Inhalten. Die Erklärung muss benennen, welche Bereiche aktuell nicht barrierefrei sind und warum das so ist. Allgemeine Formulierungen ohne konkrete Inhalte reichen dafür nicht aus.

Ein weiterer klassischer Fehler betrifft den Feedback-Mechanismus. Entweder fehlt er komplett oder es wird nur eine allgemeine Kontaktadresse angegeben, ohne klarzumachen, dass sie speziell für Barrierefreiheitsmeldungen gedacht ist. Für Nutzer:innen mit Assistiven Technologien ist diese Klarheit besonders wichtig.

Inhaltliche Prüfung: Passt der Text wirklich zur Website?

Beim Prüfen der Barrierefreiheitserklärung solltest Du immer den Abgleich mit der tatsächlichen Website machen. Wurden neue Inhalte ergänzt, ein Relaunch durchgeführt oder technische Änderungen umgesetzt, ohne die Erklärung anzupassen, entsteht schnell eine inhaltliche Lücke.

Auch Verweise auf WCAG-Versionen oder rechtliche Grundlagen sollten überprüft werden. Veraltete Angaben wirken unprofessionell und können Zweifel an der Aktualität der gesamten Erklärung aufkommen lassen.

Formale und rechtliche Aspekte nicht vergessen

Neben dem Inhalt spielt auch die Struktur eine Rolle. Die Barrierefreiheitserklärung muss klar gegliedert und verständlich formuliert sein. Juristische Fachsprache ohne Erklärung ist ebenso problematisch wie zu vage Aussagen ohne rechtlichen Bezug.

Wichtig ist außerdem, dass Hinweise zum Durchsetzungsverfahren korrekt und vollständig sind, insbesondere für öffentliche Stellen. Fehlende oder falsche Angaben können dazu führen, dass Betroffene ihre Rechte nicht wahrnehmen können.

Wann Du besonders genau prüfen solltest

Eine Überprüfung ist immer dann sinnvoll, wenn sich an der Website etwas geändert hat oder neue gesetzliche Anforderungen relevant werden. Auch nach Beschwerden oder intern festgestellten Barrierefreiheitsproblemen sollte die Erklärung erneut überprüft und angepasst werden.

Selbst ohne konkreten Anlass empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle, um sicherzustellen, dass die Angaben noch zutreffen und die Erklärung den aktuellen Stand der Vereinbarkeit korrekt abbildet.

Fazit: Prüfung schafft Sicherheit und Vertrauen

Die Barrierefreiheitserklärung zu prüfen bedeutet nicht nur, formale Fehler zu vermeiden. Es geht darum, Vertrauen aufzubauen, Transparenz zu schaffen und rechtliche Sicherheit zu gewinnen. Eine sorgfältig geprüfte und realistische Erklärung zeigt, dass Du Barrierefreiheit ernst nimmst und Verantwortung für die Zugänglichkeit Deiner Website übernimmst.

Wenn Du Deine Barrierefreiheitserklärung regelmäßig prüfst und anpasst, reduzierst Du Risiken, erfüllst gesetzliche Anforderungen und schaffst eine verlässliche Informationsgrundlage für alle Nutzer:innen.

FAQ

Haben Sie Fragen?

Wir sind für Sie da. Rufen Sie direkt an oder nutzen Sie unser Kontaktformular und wir finden gemeinsam eine Lösung.

+49 6151 629 093 0