
Was passiert ohne Barrierefreiheitserklärung? (Risiken & Konsequenzen)
Fehlt die Barrierefreiheitserklärung, drohen formale Pflichtverstöße, Beschwerden und mögliche Durchsetzungsverfahren. Auch Abmahnungen und Vertrauensverlust sind möglich. Der Artikel zeigt, warum die Erklärung ein zentraler Compliance-Schritt ist.
Was passiert ohne Barrierefreiheitserklärung ist eine Frage, die meist dann gestellt wird, wenn Unsicherheit besteht oder eine Prüfung ansteht. Viele Website-Betreiber wissen, dass Barrierefreiheit wichtig ist, unterschätzen aber die Rolle der Erklärung selbst. Dabei ist sie kein optionales Dokument, sondern ein zentraler Bestandteil der rechtlichen und praktischen Umsetzung.
Ohne Barrierefreiheitserklärung fehlt nicht nur ein Text auf der Website, sondern ein offizielles Bekenntnis zur Zugänglichkeit. Genau das kann verschiedene Folgen haben, die oft erst spät wahrgenommen werden.
Rechtliche Risiken und Pflichtverletzungen
Wenn eine Barrierefreiheitserklärung fehlt, wird in vielen Fällen eine gesetzliche Pflicht nicht erfüllt. Für öffentliche Stellen ist die Erklärung schon seit Jahren vorgeschrieben, für viele Unternehmen wird sie durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz zunehmend relevant. Das Fehlen kann als formaler Verstoß gegen geltende Vorgaben gewertet werden, selbst dann, wenn die Website technisch weitgehend barrierefrei ist.
Behörden oder Aufsichtsstellen prüfen in der Regel zuerst, ob eine Erklärung vorhanden und erreichbar ist. Ist das nicht der Fall, entsteht schnell der Eindruck mangelnder Compliance, was weitere Prüfungen nach sich ziehen kann.
Beschwerden und Durchsetzungsverfahren
Ohne veröffentlichte Barrierefreiheitserklärung fehlt Nutzer:innen ein klarer Anlaufpunkt für Feedback. Menschen mit Behinderungen wissen dann nicht, wie sie Barrieren melden können oder ob ihre Hinweise ernst genommen werden. In solchen Fällen werden Beschwerden häufiger direkt an offizielle Stellen weitergeleitet.
Das kann ein Durchsetzungsverfahren auslösen, bei dem nicht nur die Erklärung, sondern die gesamte Website geprüft wird. Was als formaler Mangel beginnt, kann so zu einem größeren Prüfprozess werden.
Abmahnungen und formale Aufforderungen
Gerade im Unternehmenskontext besteht das Risiko, dass fehlende Pflichtangaben beanstandet werden. Eine nicht vorhandene Barrierefreiheitserklärung kann als leicht überprüfbarer Mangel gesehen werden, der Abmahnungen oder formale Aufforderungen begünstigt. Dabei geht es weniger um einzelne Barrieren, sondern um die fehlende Transparenz.
Solche Verfahren kosten Zeit, Geld und Aufmerksamkeit und lassen sich meist durch eine korrekt erstellte und platzierte Erklärung vermeiden.
Vertrauensverlust bei Nutzer:innen
Unabhängig von rechtlichen Folgen wirkt sich eine fehlende Barrierefreiheitserklärung auch auf die Wahrnehmung der Website aus. Nutzer:innen, die auf Barrieren stoßen und keine Erklärung finden, erleben die Website schnell als unzugänglich oder gleichgültig gegenüber ihren Bedürfnissen.
Gerade im öffentlichen Bereich und im B2B-Umfeld kann das Vertrauen kosten. Eine gut sichtbare Erklärung signalisiert dagegen Offenheit, Verantwortungsbewusstsein und den Willen zur Verbesserung.
Fazit: Fehlende Erklärung ist kein kleines Detail
Was passiert ohne Barrierefreiheitserklärung lässt sich klar beantworten: Es entstehen rechtliche Risiken, unnötige Konflikte und ein vermeidbarer Vertrauensverlust. Die Erklärung ist oft der erste Prüfpunkt und gleichzeitig der einfachste Schritt in Richtung Compliance.
Wer sie weglässt, spart keinen Aufwand, sondern verschiebt Probleme nur nach hinten. Eine veröffentlichte, aktuelle Barrierefreiheitserklärung schafft Klarheit, schützt vor formalen Konsequenzen und zeigt, dass digitale Barrierefreiheit ernst genommen wird.
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