
Was tun, wenn meine Website (noch) nicht barrierefrei ist?
Wenn Deine Website (noch) nicht barrierefrei ist: nicht in Panik verfallen. Prüfe den Ist-Zustand, priorisiere die größten Hürden, kommuniziere transparent mit einer Barrierefreiheitserklärung und verbessere kontinuierlich – Barrierefreiheit ist ein Prozess.
Was tun, wenn meine Website nicht barrierefrei ist? Diese Frage stellen sich viele, sobald sie merken, dass Barrierefreiheit nicht nur ein „Nice-to-have“, sondern ein echtes Thema mit rechtlichen und praktischen Folgen ist. Die wichtigste Antwort zuerst: Nicht in Panik verfallen. Kaum eine Website ist von heute auf morgen vollständig barrierefrei, und genau das berücksichtigen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen.
Entscheidend ist, dass Du Dich aktiv mit dem Thema beschäftigst und nachvollziehbare Schritte einleitest. Barrierefreiheit ist kein Schalter, den man umlegt, sondern ein Prozess.
Erst verstehen, wo die Probleme liegen
Bevor Du etwas ändern kannst, musst Du wissen, wo Deine Website aktuell steht. Viele Barrieren sind technisch oder strukturell bedingt und fallen im Alltag gar nicht auf, etwa fehlende Tastaturbedienbarkeit, unzureichende Kontraste oder unklare Überschriftenstrukturen. Eine erste Prüfung hilft Dir, den Ist-Zustand realistisch einzuschätzen und typische Schwachstellen zu erkennen.
Dabei geht es nicht darum, sofort alles perfekt zu machen, sondern eine Grundlage für sinnvolle Entscheidungen zu schaffen. Ohne Überblick arbeitest Du schnell an den falschen Stellen.
Maßnahmen priorisieren statt alles auf einmal
Wenn Deine Website nicht barrierefrei ist, musst Du nicht alles gleichzeitig lösen. In der Praxis ist es sinnvoll, zuerst die größten Hürden anzugehen, also solche, die Nutzerinnen und Nutzer komplett ausschließen. Dazu zählen grundlegende Bedienbarkeit, Lesbarkeit und Verständlichkeit der Inhalte.
Kleinere Optimierungen können später folgen. Wichtig ist, dass Du zeigen kannst, dass Du aktiv an Verbesserungen arbeitest und Barrierefreiheit ernst nimmst. Genau diese Priorisierung spielt auch im rechtlichen Kontext eine Rolle.
Transparenz schaffen, auch wenn noch nicht alles umgesetzt ist
Eine Barrierefreiheitserklärung ist kein Ersatz für eine barrierefreie Website, aber sie ist ein wichtiger Bestandteil des Umgangs mit dem Thema. Auch wenn Deine Website noch nicht vollständig barrierefrei ist, kannst und solltest Du transparent machen, was bereits umgesetzt ist und wo es noch Einschränkungen gibt.
Diese Offenheit zeigt, dass Du Barrierefreiheit nicht ignorierst, sondern als laufenden Prozess verstehst. Gleichzeitig gibst Du Nutzerinnen und Nutzern eine realistische Einschätzung und eine Möglichkeit, Feedback zu geben.
Barrierefreiheit als laufenden Prozess verstehen
Barrierefreiheit endet nicht mit einer einmaligen Anpassung. Inhalte ändern sich, Technik entwickelt sich weiter und rechtliche Anforderungen werden präziser. Deshalb ist es sinnvoll, Barrierefreiheit Schritt für Schritt in Deine Arbeitsabläufe zu integrieren, statt sie als einmaliges Projekt zu betrachten.
Selbst kleine Verbesserungen können bereits viel bewirken, wenn sie konsequent umgesetzt werden. Wichtig ist, dass Du dranbleibst und Barrierefreiheit nicht wieder aus dem Blick verlierst.
Fazit: Nicht perfekt, aber in Bewegung sein
Wenn Deine Website noch nicht barrierefrei ist, bedeutet das nicht automatisch ein großes Problem. Kritisch wird es vor allem dann, wenn nichts passiert. Wer prüft, priorisiert, transparent kommuniziert und kontinuierlich verbessert, bewegt sich in die richtige Richtung.
Barrierefreiheit ist kein Zustand, sondern ein Weg. Entscheidend ist, dass Du ihn gehst – auch wenn der Startpunkt noch nicht ideal ist.
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